Keramische Werkstoffe
      werden bei der Zahnersatzversorgung eingesetzt, um Metallgerüste zahnfarben zu verblenden und Metallansichten zu vermeiden,
      mit hochfesten Keramiken werden  Gerüste zur Verstärkung  oder vollständige Rekonstruktionen hergestellt

       

      Typ

       

       

      Verarbeitungs-
      verfahren

      Einsatzgebiete 

      Verblendkeramiken  

       

      Aufsintern auf Gerüst

      Verblendung von Gerüsten aus Metall oder Keramik

       

      Diese Keramikmassen bestehen aus diversen Metalloxiden,  pigmetierten keramischen Fritten. Sie sind praktisch frei von Schwermetalloxiden. Nach heutigen Erkenntnissen sind Sie biologisch völlig unbedenklich und gewebefreundlich., weil Ihre Löslichkeit äusserst gering ist. Mit der täglichen Nahrungsaufnahme werden deutlich mehr der enthaltenen Bestandteile aufgenommen.
      Um eine natürliche, zahnfarbene Verblendung zu erzielen werden verschieden eingefärbte, unterschiedlich transparente Schichten übereinander aufgebracht, mit einer Glasur und mit aufgemalten oder eingelegten Effektfarben versehen. Interessant zu wissen: Unterschiedliche Gerüstmaterialien erfordern spezielle, darauf abgestimmte Keramiken. Für das Endergebnis spielt die Farbe des Gerüstes eine wichtige Rolle. Schwierig zu verblenden sind Metallgerüste aus Titan, Kobalt-Chrom-Legierungen, da diese sehr dunkel sind. Bessere optische Ergebnisse erzielt man mit hochgoldhaltigen, insbesondere goldfarbenen Gerüsten. Für höchste Ansprüche kommen Galvano-Gerüste und insbesondere Vollkeramikgerüste in Frage. Keramische Verblendungen sind äusserst farbstabil, Plaque stetzt sich auf ihnen kaum an, sie nutzen sich fast nicht ab und sind deshalb bei festsitzenden Rekonstruktionen die beste und auch wirtschaftlichste Versorgung. Verblendkeramiken sind allerdings spröde, hohe Kräfte die durch harte Gegenstände auf sie einwirken, können in seltenen Fällen zu Rissen und Absplitterungen führen. Bei abnehmbarem Zahnersatz, der zum einen hohen Torsionskräften ausgesetzt ist, der auch aus Versehen beim Reinigen herunterfallen kannt, ist ihr Einsatz vorsichtig zu planen. Ihr Zahnarzt berät Sie gerne.
       

      Sinterkeramik

       

       

      Aufsintern auf ein hitzebeständiges Zahnduplikat (das anschliessend entfernt wird)

      Inlays, Veneers

      Die Zusammensetzung und die Eigenschaften, auch die Verträglichkeit, entprechen in etwa der von Verblendkeramiken, allerdings sind diese Keramiken etwas bruchfester. Rekonstruktionen, die damit hergestellt werden müssen aufwändig am Zahn befestigt werden (Klebetechnik), damit Zahn und Rekonstruktion sich gegenseitig verstärken.  Durch schichtweisen Aufbau eignen sie sich für höchste ästhetische Anforderungen.
       

      Presskeramik, Glaskeramik

       

       

      I. d. R.: Pressen der Keramik in eine individuelle Form, Glaskeramik auch CAD/CAM-Herstellung

      Inlays, Veneers, m.E. kleine Brücken

       Durch Leuzitverstärkung leicht erhöhte Bruchfestigkeit gegenüber den o.g. Keramiken. Meist einfarbiges, (aber natürlich in der individuellen Grundfarbe)  durch Bemalung individualisiertes Rekonstruktionsmaterial. Rekonstruktionen, die damit hergestellt werden müssen aufwändig am Zahn befestigt werden (Klebetechnik), damit Zahn und Rekonstruktion sich gegenseitig verstärken.
       

      Aluminiumoxid

       

       

      CAD/CAM Herstellung

      Einzelkronengerüste, Veneergerüste
      Primärteleskopkronen
       

      Zusammensetzung: Aluminiumoxid, logo. Hochstabiles Material für Kronen und Veneergerüste, die mit Verblendkeramik überzogen werden. Aluminiumoxid ist praktisch unlöslich, deshalb höchstverträglich. Kronen können mit allen Befestigungsmaterialien am Zahn befestigt werden, Veneers nur mit Klebetechnik Verfahrenstechnik: Procera AllCeram.Die damit hergestellten Gerüste werden mit spezieller Verblendkeramik verkleidet.
       

      Zirkoniumdioxid

       

       

      CAD/CAM Herstellung

      Kronen, Brücken in jeder Grösse, Marylandbrücken, Primärteleskopkronen
       

      Mehr zu diesem Zukunftsmaterial: "Alles über Zirkon". Wegen seiner herausragenden mechanischen Eigenschaften auch "keramischer Stahl" genannt. Fester geht´s im Moment nicht. Als reines Material nur über CAD/CAM Verfahren zu verarbeiten. Möglicherweise der ZE-Werkstoff der Zukunft. Die damit hergestellten Gerüste werden mit spezieller Verblendkeramik verkleidet.
       

      Glasinfiltrierte Keramik

       

       

      handwerklich oder CAD/CAM

      Kronen, kleine Brücken
       

      Aluminiumoxidkristalle oder Mischungen von Aluminium- und Zirkonoxid-Kristalle, je nach Anforderung, werden durch versintern oder CAD/CAM Verfahren in Form gebracht, Ihre hohen Festigkeitswerte erhalten sie durch das Infiltrieren mit Gläsern, dadurch entsteht eine Art  "Glasfaserverstärkung". Die damit hergestellten Gerüste werden mit spezieller Verblendkeramik verkleidet. Beim CAD/CAM Verfahren kommen industriell gefertigte Rohlinge zum Einsatz, die höhere Festigkeitswerte gegenüber der handwerklichen Fertigung erreichen.
       

      Welches Material vertrage ich?

      Generell kann man sagen, dass Unverträglichkeiten von Dentalkeramiken annähernd vollständig auszuschliessen sind.. Aufschluss darüber, können bei Bedenken  Verträglichkeitstests liefern, fragen Sie Ihren Zahnarzt danach. Wir liefern dazu gerne Materialproben.
       

      Unser
      Anspruch

      Wir verwenden ausschliesslich CE-gekenzeichnete und - geprüfte Werkstoffe, unter Anwendung dort wo CAD/CAM Fertigung sinnvoll bzw. notwendig ist setzen wir diese Verfahren ein.